Abizeitung erstellen: Der Leitfaden für euren Jahrgang
Die Abizeitung ist eure persönliche Erinnerung an die Schulzeit. Hier haltet ihr Geschichten, Gesichter und gemeinsame Momente eures Jahrgangs fest. Dieser Leitfaden unterstützt euch dabei, eine strukturierte und lesenswerte Zeitung zu erstellen. Wir zeigen euch, wie ihr plant, welche Inhalte wichtig sind und wie der Druck reibungslos funktioniert.
Der Aufbau eurer Abizeitung
Eine logische Struktur hilft den Lesern bei der Orientierung und euch bei der Redaktionsarbeit. Diese Reihenfolge ist für eine Abizeitung üblich:
- Cover: Titelseite mit Abimotto, Schulnamen und Abschlussjahr.
- Vorwort: Begrüßung durch das Redaktionsteam, die Stufensprecher oder die Schulleitung.
- Inhaltsverzeichnis: Übersicht der Kapitel und Seitenzahlen.
- Steckbriefe: Das Kernstück. Vorstellung aller Mitschüler mit Fotos und Antworten auf persönliche Fragen.
- Lehrer: Steckbriefe, Zitate oder Berichte über die Lehrkräfte.
- Berichte & Rückblick: Texte zu Kursfahrten, der Mottowoche und besonderen Events.
- Umfragen & Rankings: Kategorien wie „Wer kommt immer zu spät?“ oder „Bester Kleidungsstil“.
- Danksagung & Impressum: Dank an Unterstützer sowie die rechtlich notwendigen Angaben.
- Sponsoren: Anzeigen lokaler Unternehmen zur Finanzierung.
Formatwahl: DIN A4 oder A5?
Meistens fällt die Wahl auf DIN A4 oder DIN A5. DIN A4 bietet mehr Platz für Layouts und Collagen. DIN A5 ist handlicher und wirkt oft wie ein klassisches Buch. Die Entscheidung hängt von eurem Budget und der Menge an Inhalten ab.
Inhaltliche Gestaltung
Die Inhalte prägen den Charakter eurer Abizeitung. Hier findet ihr Anregungen für die wichtigsten Rubriken.
Steckbriefe
- Nutzt einheitliche Fragebögen für Vergleichbarkeit.
- Standard-Felder: Name, Spitzname, Leistungskurse.
- Kreative Fragen:
- Was war dein liebstes Schulfach?
- Ein unvergessliches Erlebnis im Jahrgang?
- Wo siehst du dich in 10 Jahren?
- Tipp: Organisiert Fotoshootings für einheitliche Bilder.
Interviews & Geschichten
- Führt Interviews mit beliebten Lehrern oder dem Hausmeister.
- Sammelt Anekdoten: „Mein verrücktester Schultag“ oder Pannen bei Ausflügen.
- Lasst Tutoren oder Stufensprecher zu Wort kommen.
Fotoseiten
- Sammelt Bilder von Schulfesten, Mottowochen und Kursfahrten.
- Achtet auf ausreichende Bildauflösung für den Druck (mind. 300 dpi empfohlen).
- Beschriftet Gruppenfotos mit Ort und Datum.
Umfragen & Rankings
- Typische Kategorien für die Abizeitung:
- „Wer wird am ehesten Millionär?“
- „Wer kommt immer zu spät?“
- „Traumberuf nach dem Abi?“
- Visualisiert die Ergebnisse mit Balken- oder Tortendiagrammen.
Kommentare & Zitate
- Kommentare über Mitschüler: Ein kurzer Text, der positive Eigenschaften hervorhebt (z. B. „Anna bringt jeden zum Lachen“).
- Lehrerzitate: Sammelt lustige Sprüche aus dem Unterricht („Stilblüten“).




Warum ist die Abizeitung wichtig?
Sie ist ein Zeitdokument. Nach der Schulzeit verliert man sich oft aus den Augen, aber die Abizeitung bleibt. Sie dokumentiert, wer ihr wart und was euch geprägt hat.
Erinnerung & Gemeinschaft
- Archiv: Fotos und Steckbriefe konservieren die Erlebnisse.
- Teamarbeit: Die gemeinsame Planung stärkt den Zusammenhalt im Endspurt.
- Rückblick: Sie bietet ein vollständiges Bild eures Jahrgangs, inklusive aller Kurse und Lehrer.
Planung & Organisation
Damit ihr im Zeitrahmen bleibt, ist eine gute Organisation entscheidend. Verteilt Aufgaben und nutzt Hilfsmittel.
Aufgabenverteilung im Komitee
- Chefredaktion: Koordination, Zeitplan und Endkontrolle.
- Layout-Team: Gestaltung des Designs (Satz und Optik).
- Redaktion: Texte schreiben, Interviews führen, Umfragen auswerten.
- Fototeam: Bilder sammeln, sortieren und prüfen.
- Finanzen/Sponsoring: Anzeigenkunden gewinnen und Budget überwachen.
Zeitplan: Grobe Orientierung
- Jan/Feb: Team bilden, Thema/Motto festlegen.
- März: Datensammlung starten (Steckbriefe, Fotos).
- April: Erste Layouts erstellen und Inhalte einpflegen.
- Anfang Mai: Korrekturlesen und Fehlerbehebung.
- Ende Mai: Druckdaten erstellen und Auftrag erteilen.
Hilfreiche Tools
- Datensammlung: Cloud-Dienste (Google Drive, Nextcloud) oder Abibuch Planer.
- Gestaltung: Layout-Software wie InDesign oder der Abibuch Designer (Online-Editor).
- Kommunikation: WhatsApp-Gruppen oder Slack für schnelle Absprachen.
Finanzierung durch Sponsoren
- Erstellt eine Liste lokaler Unternehmen (Fahrschulen, Banken, Bäcker).
- Verfasst ein freundliches Anschreiben mit den Preisen für Anzeigen.
- Fasst nach zwei Wochen telefonisch nach, wenn keine Antwort kommt.
- Integriert die Logos oder Anzeigen in der vereinbarten Größe.
Checkliste vor dem Druck
Bevor die Daten in den Druck gehen, solltet ihr diese Punkte prüfen, um Fehler in der Abizeitung zu vermeiden.
- Vollständigkeit: Sind alle Steckbriefe, Berichte und Grußworte enthalten?
- Korrektorat: Wurde auf Rechtschreibung und einheitlichen Stil geprüft?
- Bilder: Ist die Auflösung hoch genug und sind die Bildrechte geklärt?
- Layout: Wurden Seitenränder und Beschnittzugabe (meist 3mm) beachtet?
- Sponsoren: Sind alle Anzeigenpartner an der richtigen Stelle platziert?
- Freigabe: Hat die Chefredaktion das finale PDF abgesegnet?
Wenn alles passt, seid ihr bereit für den Druckauftrag!
Fazit
Die Erstellung einer Abizeitung ist ein großes Projekt, das sich lohnt. Mit guter Planung, klaren Verantwortlichkeiten und etwas Kreativität haltet ihr am Ende ein Buch in den Händen, das euch ein Leben lang an diese Zeit erinnert.
Die letzten Schritte
- Finale PDF erstellen (mit Beschnitt).
- Druckauftrag erteilen.
- Verteilung an Mitschüler organisieren.
Viel Erfolg bei der Umsetzung!
Häufige Fragen zur Abizeitung
Was darf in keiner Abizeitung fehlen?
Essentiell sind Steckbriefe der Schüler, Berichte von Kursfahrten, Lehrer-Zitate, Fotos von Events sowie Umfragen („Rankings“).
Wann sollte man mit der Planung beginnen?
Startet idealerweise zu Beginn des letzten Schuljahres, spätestens jedoch im Januar des Abschlussjahres, um genügend Puffer für die Datensammlung zu haben.
Wie finanziert man den Druck?
Die Kosten werden meist durch den Verkaufspreis der Zeitung, Einnahmen aus Vorabi-Partys und durch Werbeanzeigen lokaler Sponsoren gedeckt.
Welche Software eignet sich?
Profis nutzen Adobe InDesign. Für Einsteiger eignen sich spezielle Online-Editoren wie der Abibuch-Designer, da hier viele Vorlagen bereits existieren und keine Installation nötig ist.
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Die Druckdaten könnt ihr auch später liefern!
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